Badener Advent Neu: Explosion der Hüttenmieten!

Nichteinbindung der Betroffenen und der Gemeinderatsfraktionen

In der Gemeinderatssitzung vom 21. Mai 2019 wurde vom Gemeinderat keine Neukonzeption des Badener Advents, sondern ein Kostenrahmen für neue Hütten, Keramiktassen, Spülservice, Beleuchtung, Bespielung und Marketing sowie die dafür erforderlichen Leistungsvergaben beschlossen.

Da die Verantwortlichen der schwarz/rosa/grünen Stadtkoalition den Badener Adventmarkt Jahr für Jahr stiefmütterlicher behandelten, war die Meinung einhellig, dass eine Neuerung passieren muss und gab der Gemeinderat dieser Regierungskoalition das Vertrauen, mit den beschlossenen Mitteln nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit das Bestmögliche zu machen.

Am Freitag, 23. August, gab es dazu eine Pressekonferenz, zwei Stunden (!) vorher wurden die Gemeinderatsfraktionen im Rathaus informiert. Aber weder beim Parteiengespräch, noch bei der Pressekonferenz wurde ein konkretes Programm vorgestellt und damit dargelegt, was denn die Attraktivität des neuen Badener Advents ausmachen würde.

Um 8.00 Uhr im Rathaus beim Parteiengespräch wurden die Vertreter der Opposition auch nicht über die Preise für Gastronomiestände im Kurpark informiert.

Kurpark: Preisgestaltung für Hütten-Mieten fernab jeder Realität?!

Wenn – um ein Beispiel zu nennen – in Leobersdorf (Vermietung erfolgt dort nicht über die Gemeinde selbst, sondern ist an eine GmbH ausgelagert) eine Adventhütte für sechs Wochenenden (und im Weihnachtsmarktgeschäft in Gemeinden wie Baden oder Leobersdorf wird der Hauptumsatz nur an den Wochenenden gemacht) EUR 1.400 inkl. aller Steuern und Abgaben kostet, und im Gegensatz dazu in Baden für vier Wochen für Kunsthandwerkstände EUR 2.880 (inkl. USt, aber exkl. Vertragsgebühr, Kaution und Versicherung), für Gastronomiestände mit kalten Speisen EUR 4.740 (inkl. USt, aber exkl. Vertragsgebühr, Kaution und Versicherung) bzw. für Gastronomiestände mit warmen Speisen EUR 7.080 (inkl. USt, aber exkl. Vertragsgebühr, Kaution und Versicherung) bezahlt werden müssen (und das sechs Wochen im Vorhinein!), für Gastronomiestände mit Speisen und Getränken sogar EUR 9.480 (!) verlangt werden, dann tun sich viele Fragen auf, zumal ab jetzt in Baden die Hüttenmieten über eine Agentur eingehoben werden sollen:

  • Weder in der Gemeinderatssitzung vom 21. Mai 2019 noch danach war die Rede davon, dass die Organisation des Advents/Vermietung der Adventhütten im Kurpark an eine Agentur ausgelagert werden soll. Warum wurde dies – ohne Beschluss (!) – dennoch getan, zumal die Stadtgemeinde über ein personell gut besetztes Tourismusreferat und Wirtschaftsservice verfügt?
  • Erfolgte die neue Preisgestaltung im Einvernehmen mit dem Badener Rathaus oder wurden die Tarife von der Agentur im Alleingang festgelegt?
  • Hat die beauftragte Agentur bereits fixe schriftliche Zusagen bzw. Verträge mit Hüttenbetreibern für den kommenden Advent im Kurpark? Wenn ja, wie viele für jeweils welchen Zeitraum und für welche Branchen?
    Wenn nein, wie sollen die Hüttenbetreiber für den kommenden Advent im Kurpark akquiriert werden, zumal bereits September ist und die Standgebühren sechs Wochen im Vorhinein bezahlt werden müssen?
  • Bekommt die Agentur – zusätzlich zu den Hüttenmieten – ein Honorar von der Stadtgemeinde Baden? Wenn ja, wie hoch ist dieses Honorar?
  • Die Adventeröffnung im Kurpark bzw. auf der Casino-Terrasse erfolgt seit vielen Jahren eine Woche vor Adventbeginn (immer an einem Freitag, wäre also heuer der 22.11.2019). Warum werden dann die Hütten im Kurpark erst ab 29. November vermietet?
  • Die neue Preisgestaltung entspricht nicht der Verordnung des Gemeinderates, zuletzt beschlossen im Zuge des Voranschlages 2019 am 13.11.2018. Für eine Abänderung ist also ein Gemeinderatsbeschluss erforderlich. Im Folgenden ein Auszug der aktuellen Tarife (Tarife inkl. Strom und USt, exkl. anteiliger Kosten für Auf- und Abbau):
    • gewerblich betriebene Gastronomiestände (mit Getränken): EUR 1.800;
    • gewerblich betriebene Gastronomiestände mit kulinarischem Angebot ohne Getränke sowie Maronistände: EUR 600;
    • Kunsthandwerkstände: EUR 500.

Für Gastronomiestände mit Speisen und Getränken im Kurpark würden also die neuen Tarife eine Verfünffachung der Hüttenmieten, für Kunsthandwerkstände eine Versechsfachung und für Gastronomiestände ohne Getränke sogar eine Veracht- bzw. Verzwölffachung der Kosten bedeuten. Bleibt die Frage: Cui bono?

wordpress themes nulledfree download wordpress pluginsdownload wordpress pluginswordpress themes nulledfree download udemy tutorialfree download wordpress pluginsfree download lynda tutorialfree download wordpress pluginsdownload wordpress themesudemy tutorial free download