Genussmarkt: Gute Idee mit katastrophalem Drehbuch!

Vorweg zum Foto: Nicht nur Parkplatzverlust für PKWs! – Lieferwägen des Genussmarktes blockieren zudem die raren Bushalteflächen.

Ein Wochenmarkt mit Obst, Gemüse und diversen Schmankerln ist durchaus zu begrüßen und wird auch in anderen Städten gut angenommen. Entscheidend aber zum Gelingen eines solchen Vorhabens sind die Voraussetzungen. Und da haben ÖVP, Grüne und NEOS wieder einmal nicht gründlich nachgedacht, geschweige denn die vom Parkplatzverlust Betroffenen – das ist in erster Linie die Badener Wirtschaft – befragt.

Zum Standort Brusattiplatz gibt es folgende nachteilige Punkte:

  • dringend benötigter Parkraum geht einmal wöchentlich zu Lasten der Badener Wirtschaft verloren;
  • ebenso gehen die Einnahmen der Stadt aus den wegfallenden 41 gebührenpflichtigen Stellplätzen verloren (das sind immerhin rund 18.000 Euro im Jahr);
  • ein „Genussmarkt“ steht teilweise in direkter Konkurrenz zu den unmittelbar angrenzenden Markthüttenbetreibern am Grünen Markt.

Im Gegensatz dazu bietet der Standort Josefsplatz ganz andere Bedingungen:

  • bei In- und Outsidern aufgrund von Flohmarkt, Töpfermarkt, Italienischem Markt etc. als Veranstaltungsort bestens bekannt;
  • als Verkehrsknotenpunkt (Ein- und Ausstiegsstelle von Bussen und Badner Bahn) mit hoher Kfz- und Fußgängerfrequenz bestens geeignet;
  • kein Verlust von wichtigen Parkplätzen und kein Einnahmenverlust für die Stadt.

„Daher ist ein wöchentlicher ´Genussmarkt´ am Josefsplatz – am besten an einem Montag, Dienstag oder Mittwoch – äußerst begrüßenswert, am Brusattiplatz hingegen eine Schnapsidee! Leider wurde ein von uns dazu im Gemeinderat eingebrachter Dringlichkeitsantrag von der Stadtregierung niedergestimmt“, bedauert Bürgerlisten-Chef StR Jowi Trenner.