Martinek-Kaserne: Trenner fordert Rücktritt von Krismer & Staska

BM Mag. Doskozil sagte Gesprächs- und Besichtigungstermin ab

Dazu Stadtrat Jowi Trenner (Bürgerliste „wir badener“):
„Anstatt gemeinsam im Interesse der Stadt nach einer Gesamtlösung zu trachten, haben Krismer & Staska schädliche Alleingänge unternommen und damit eine wertvolle Chance für entscheidende Gespräche bezüglich der Rettung des militärischen Standortes Martinek-Kaserne vertan. Einen Bundesminister in einer so gewichtigen Frage unter Druck zu setzen, ist ein diplomatischer Kardinalfehler, der von großer politischer Unwissenheit zeugt.
Dass nun Herr BM Mag. Doskozil den Termin abgesagt hat, ist wohl für jedermann nachvollziehbar.
Wenn ein Anbot einer Investorengruppe auf dem Tisch liegt, dann ist davon der Martinek-Kasernen-Arbeitskreis, also das zuständige Gremium, zu informieren und nicht die Presse!
Der militärische Standort Martinek-Kaserne hat für Baden absolute Priorität. Schließlich wird Sicherheit immer wichtiger. Das stadtschädliche Verhalten von Krismer & Staska zwingt mich, den Rücktritt der beiden zu fordern. Denn Baden kann es sich nicht länger leisten, von zwei solchen Politikern regiert zu werden, die offensichtlich weder die Interessen der Stadt und ihrer Bürger im Sinn haben noch über die für einen umsichtigen Politiker erforderliche Professionalität verfügen.“

 

Die Vorgeschichte:

Stellungnahme von  Stadtrat Jowi Trenner (Bürgerliste „wir badener“) zu untenstehenden Presseaussendungen:
„Solche medialen Alleingänge und Querschüsse von Staska & Krismer in einer für Baden so wichtigen Frage wie der Martinek-Kaserne sind absolut entbehrlich, noch dazu in einer so entscheidenden Phase, wo es um die Rettung des militärischen Standortes Baden geht, der für unsere Stadt obersten Vorrang hat. Erst vergangenen Dienstag (19.7.) hat der Stadtrat auf Antrag der Bürgerliste ´wir badener´ einstimmig die Bildung einer Gemeinderatsdelegation zwecks Gesprächs und Erörterung von Optionen mit dem Verteidigungsminister beschlossen. Dieser Beschluss gilt auch für ÖVP und Grüne!“

Presseaussendung der Stadtgemeinde Baden:

Martinek-Kaserne: Anfrage für Filmstudios
Staska und Krismer drängen auf rasche Entscheidung von BM Doskozil

War es längere Zeit ruhig um die Martinek-Kaserne geht es jetzt Schlag auf Schlag. Eine Investorengruppe trat an Vize-Bürgermeisterin Helga Krismer mit dem Projekt von Filmstudios auf dem weitläufigen Areal heran: „Da Filmstudios zum einen zum einstimmigen Masterplan des Gemeinderates passen und zum anderen auch von der Landesregierung begrüßt werden, möchte die Stadtregierung das Projekt über den Sommer genauer bewerten. Sollte es zu einem grundsätzlichen ‚Ja‘ kommen, werden alle Fraktionen eingebunden. Für mich persönlich hat das großes Entwicklungspotential für die Kulturstadt Baden am ‚Viennawood‘.“

Bürgermeister Kurt Staska sieht es durchaus als Chance an, dass das Gegenüber nicht mehr die Verwertungsgesellschaft SIVBEG ist, sondern der Bundesminister selbst. „Die denkmalgeschützte Bausubstanz wird durch den Leerstand stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Ball liegt beim Ministerium, wie das Areal entwickelt wird. Die Investoren wollen jedenfalls eine rasche Entscheidung durch den Bund.“

Presseaussendung der Stadtgemeinde Baden:

Martinek-Kaserne: Baden will rasche Ministerentscheidung
Staska: Stadt, Bund und potentielle Investoren brauchen Klarheit

Der Stadtrat der Stadtgemeinde Baden hat auf Antrag von Stadtrat Rudolf Gehrer einstimmig beschlossen, eine rasche Ministerentscheidung zur Zukunft der Martinek-Kaserne einzufordern.

Verteidigungsminister Doskozil hat für Anfang August eine Besichtigung der Kaserne angekündigt. Anlässlich dieses Termins wird Bürgermeister Kurt Staska mit einer Delegation, bestehend aus Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen, den Minister auf eine rasche und klare Entscheidung zur Zukunft des Kasernengeländes ansprechen.

„Es ist im Interesse der Stadt, des Bundes als derzeitigen Eigentümer und potentieller Investoren, in der Frage der künftigen Nutzung rasch Klarheit zu haben. Ich hoffe, dass der Minister möglichst schnell, jedenfalls vor der nächsten Gemeinderatssitzung, eine Entscheidung treffen wird“, so Staska.